Scenerie

 

Sceneries

2019
Video und überblendete Diaschau aus 30 Fotogrammen
Fotogramme, 20,3×25,4

Wirklich wird erst das Erkannte, das man zuvor erlebt hat.“ (Elias Canetti, 1982)

Eine „Wirklichkeit“ schreibt man fotografischen Bildern heutzutage nicht mehr zu, vielmehr geht es mittlerweile darum sich mit seiner eigenen Wahrnehmung von Bildern auseinanderzusetzen. Wir versuchen zu erkennen, was Bilder zeigen, wie sie in Zusammenhang mit unserem subjektiven Blick und mit der objektiven Wirklichkeit stehen.

In sceneries trifft diese Polarität aufeinander: Fotogramme werden zu Raumkonstruktionen, die eigentlich nicht real existent sind. Diese Arbeit erinnert, dass Fotografie ein Möglichkeitsraum ist – mit vielen Bedeutungen.

Wie kann ein fiktiver Raum greifbar gemacht werden? Wieviel Information ist dafür notwendig? Die Künstlerin nähert sich einem virtuellen Raum durch geometrische Konstruktionen von Grundriss, Aufriss und Kreuzriss in Form von Fotogrammen. Eine daraus erkennbare Stiege ermöglicht den Betrachter in ein Inneres eines vagen Raumes zu schreiten. Eine Klarheit über die Raumsituation zu bekommen scheint jedoch schwierig zu sein.  Die abstrakte Darstellung wechselt zum Dreidimensionalen. Im Video wird dieser Raum zusätzlich durch Bewegung erfahrbar: Die Aneinanderreihung der Fotogramme manifestiert sich als „innerer Gedankenraum“.

 

 

 

Video Ansicht